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CBD Öl – Erfahrung – Test – Wirkung & Studien

Inhaltsverzeichnis

CBD gilt seit einiger Zeit – besonders in Form von CBD Öl – als potenter Helfer bei diversen Erkrankungen und zur Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit. Auch im Zusammenhang mit Krafttraining bzw. allgemein mit Sport und Regeneration konnte CBD Öl einige interessante positive Effekte aufzeigen.

Grund genug für uns, uns dem Thema mal genauer zu widmen und die aktuelle Studienlage zur Wirkung, Anwendung und Darreichung sowie die grundsätzlichen Wirkmechanismen auszuwerten.

Wir möchten gleich zu Beginn betonen, dass wir dem CBD Hype nicht bedingungslos unterliegen und an die Thematik sehr kritisch und objektiv herangegangen sind. Wir haben bei unseren Recherchen zu CBD sowohl pro, also auch contraArgumente zu CBD berücksichtigt.

Faktisch gibt es noch zu wenige klinische Studien, die jede nachgesagte Wirkung von CBD belegen. Dies ist auch der berechtigte Hauptkritikpunkt von CBD-Gegnern. Zudem gibt es auch wenig Langzeitstudien zur Anwendung von CBD. Dies ist aber definitiv kein grundsätzliches Totschlagargument, da viele Wirkstoffe zu Beginn nicht über eine eindeutige Datenlage verfügen.

Was jedoch CBD-Gegner häufig nicht berücksichtigen ist, dass der menschliche Körper – und das ist wissenschaftlich nachgewiesen – über ein Endocannabinoid-System verfügt. Zu diesem gehören Cannabinoid-Rezeptoren und körpereigene (Endo-)Cannabinoide, die daran „andocken“ können und den pflanzlichen Cannabinoiden ähnlich sind. Ebenfalls interessant: Menschliche Muttermilch enthält sogar Cannabinoide.[1]

Berücksichtigt man also diese erwiesenen Tatsachen, dürfte es tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass CBD in bestimmten Bereich wirken kann. Inwiefern und wie genau klären wir im folgenden Artikel.

Darüber hinaus werden wir uns auch mal die undurchsichtige Rechtslage in Deutschland anschauen, die bereits zur großer Verunsicherungen bei CBD Konsumenten aufgrund von Schließungen einiger CBD Ladengeschäften geführt hat.

Dies trägt letztlich auch dazu bei, dass CBD Öl teilweise einen zu unrecht etwas negativ behafteten Ruf hat und von einigen nicht informierten Leuten mit Cannabis und dessen berauschenden Wirkstoff THC gleichgesetzt wird.

Doch zu aller erst gilt es erstmal zu klären, was CBD überhaupt ist und warum man in der Regel nur von CBD Öl spricht.

 

CBD – Was ist CBD Öl?

CBD Öl ist der in Öl gelöste und standardisierte pflanzlicher Wirkstoff Cannabidiol, der insbesondere aus dem umgangssprachlich genannten Faserhanf bzw. Nutzhanf gewonnen wird und nicht psychoaktiv wirkt.

Der Grund für die Gewinnung aus Nutzhanf liegt im geringen THC Gehalt dieser Cannabissorten, der unter 0,2% liegt, und somit sogar einen Anbau in Deutschland gem. der Verordnung (EWG) Nr. 1164/89für gewisse Gewerbebranchen legal macht. In der Verordnung wird klar geregelt, welche Sorten in Deutschland unter welche Voraussetzungen angebaut und genutzt werden dürfen.

Entgegen der häufigen Annahme wird Cannabidiol also nicht aus den selben Cannabissorten gewonnen, die hohe Mengen des berauschend wirkenden und wahrscheinlich bekannteren Wirkstoffs THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten.

Jedoch impliziert dies nicht, dass der Kauf und Verkauf von Cannabispflanzen oder Cannabisblüten, welche unter Nutzhanfsorten fallen, grundsätzlich für jedermann legal ist. Dazu aber später im Kapitel zur aktuellen Rechtslage mehr.

 

Hanf Historie – Wie unsere Vorfahren auf das Hanf gekommen sind

Ein bisschen Allgemeinbildung schadet nie, weshalb wir uns auch mal ganz kurz und sehr grob die Geschichte des Hanfs und dessen Verbots anschauen.

Um den Ursprung des Hanfs zu ergründen, müssen wir weit, weit zurück gehen. Denn Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen der Welt. In Zahlen bedeutet dies, dass Hanf bereits seit über zehntausend Jahren angebaut wird. Ursprünglich wurden Hanfsamen und -blüten überwiegend als Nahrungsmittel und Naturmedizin, sowie die Hanffasern zur Herstellung von Seilen, Textilien und später auch von Papier verwendet.

Der Geschichte des Hanfs können wir als entnehmen, dass dieses ursprünglich alles andere als ein Rauschmittel darstellte. Insgesamt gehörte Hanf in unserer Geschichte wesentlich länger zum Alltag, als dass es verboten ist. Denn das Verbot von vielen Hanf- bzw. Cannabissorten folgte erst Anfang des 20. Jahrhunderts, noch zu einer Zeit in der es gar keine genmanipulierten und hochgezüchteten Cannabissorten mit so hohen THC-Konzentrationen gab, wie man sie heutzutage auf illegalen Plantagen finden und auf dem illegalen Schwarzmarkt erwerben kann.

Der Grund für das Verbot ist wohl viel mehr auf ein Politikum eines eigensinnigen Ministers aus Washington zurückzuführen, der vorerst auf ein Alkoholverbot aus war. Da dieses jedoch sprichwörtlich „in die Hose ging“, widmete er sich dem Verbot von Cannabis, das damals, wie auch heute nicht wirklich nachvollziehbar war und ist, wenn man die die Züchtungen mit extrem hohen THC-Gehalten mal außen vor lässt.

Warum nun Hanf, Cannabis, Marihuana und welche Synonyme im Alltag noch alle gebräuchlich sind, nun wieder auf dem Vormarsch ist, liegt sowohl an der wieder vermehrten Nutzung der Fasern anstelle von Synthetik, als auch an der positiven Wirkung der einzelnen Pflanzenstoffe auf unsere Gesundheit und auf bestehende Krankheiten. Auf die letzteren Punkte werden wir nun nach und nach eingehen. Vorab aber noch ein paar Erklärungen, um Verwechslungen zu vermeiden und falsche Parolen aus dem Weg zu räumen.

 

Verwechslungsgefahr – Sind Cannabisöl, Hanföl und CBD-Öl das Selbe?

Bei der Verwendung von Begriffen rund um das Thema Cannabis kommt es häufig zu Verwechslungen. Grundsätzlich gilt es, bevor man auf CBD im Detail eingeht, erstmal die Unterschiede zu erklären, um auch beim Kauf von CBD Produkten nicht auf falsche Produkte hereinzufallen bzw. zu falschen Produkten zu greifen und sich über die Wirkung dann zu wundern.

Zwar stammen die verschiedenen Öle alle von Hanfpflanzen, jedoch unterscheiden sie sich in der Zusammensetzungen und den enthaltenen Wirkstoffen – zu denen auch die Cannbinoide CBD und THC gehören – nicht gerade unwesentlich.

Cannabisöl

Bei Cannabisöl handelt sich in der Regel um ein Öl, in dem sämtliche Wirkstoffe der Cannabispflanze gelöst sind. Eben auch das in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallende THC in einer Konzentration von über 0,2%.

Dies hat zur Folge, dass man „Cannabis Öl“, was auch gerne als „Haschischöl“, „Marhihuanaöl“ oder ganz direkt als „THC-Öl“ bezeichnet wird nicht legal in Deutschland kaufen kann und man tunlichst von unkontrollierten und nicht standardisierten Schwarzmarkt-Produkten die Finger lassen sollte. Beim Konsum von Cannabisöl vom Schwarzmarkt steht meist das psychoaktive und berauschend wirkenden Cannabinoid THC im Vorder- und gesundheitliche Aspekte im Hintergrund.

Anders das vom Arzt zu medizinischen Zwecken verordnete Cannabisöl. Dieses findet man in standardisierter Form in Apotheken als sogenanntes Medizinalcannabis und wird immer häufiger aufgrund belegter positiver Wirkung für chronische Schmerzpatienten, Epileptiker, bei Spastiziät in Folge von MS und Paraplegie und zur Appetitsteigerung nach einer Chemotherapie oder bei HIV-Erkrankung verordnet.

 

Hanföl

Hanföl gibt es in beinahe fast jedem Reformhaus und auch in Drogerien zu kaufen. Sowohl als Verzehröl, als auch als Bestandteil von Kosmetika.

Das Hanföl beinhaltet so gut wie keine Cannabinoide, denn es handelt sich dabei lediglich um das aus den Hanfsamen gewonnene Pflanzenöl der Hanfpflanze. Es beinhaltet hauptsächlich Omega-3 und 6 Fettsäuren, und ist Reich an Vitamin E, B1 und B2, sowie an Kalium, Mangan, Kalzium, Natrium, Zink, Kupfer, Phosphor, Eisen und noch weitere wertvolle Nährstoffe.

 

CBD-Öl

Zum Hauptthema zurück, dem CBD-Öl. Dieses enthält beinahe ausschließlich das aus der Cannabispflanze extrahierte Cannabinoid Cannabidiol (kurz CBD). CBD-Öl wird auf dabei auf eine gewissen Konzentration standardisiert, um eine korrekte Dosierung sicherzustellen.

Gewöhnlich findet man CBD-Öle mit Konzentrationen im Bereich von 5-10% Cannabidiol. Es sind aber auch hochkonzentrierte CBD-Öle mit Cannabidiolkonzentration von bis 20% oder gar mehr zu finden.

Da nun die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Cannabis-, Hanf- und CBD-Öl geklärt sind, können wir uns dem Letzteren nun im Detail zuwenden.

 

Die Wirkung von CBD Öl

Das Cannabinoid Cannabidiol verfügt über ein recht weites Wirkspektrum. Wichtig ist gleich zu Beginn deutlich zu machen, dass die Wirkung von CBD noch nicht in ihrer Gänze erforscht ist. Es gibt Wirkungen, zu denen mittlerweile gute Daten vorliegen und es gibt Wirkungen, die bist dato als nicht definitiv mit Studien belegt sind.

Allgemein verfügt CBD über

  • antiepileptische bzw. antikonvulsive,
  • anxiolytische (angstlösende),
  • antipsychotische (gegen psychotische Erkrankungen),
  • antiphlogistische (entzündungshemmende)
  • neuroprotektive (nervenschützende),
  • antiemetische (gegen Brechreiz und Übelkeit)
  • antioxidative

Eigenschaften. Diese gelten in Verbindung mit dem erforschten körpereigenen Endocannabinoid-System als plausibel und wissenschaftlich nachvollziehbar.

Um die Wirkmechanismen von Cannabidiol etwas mehr zu verstehen, müssen wir etwas weiter ausholen. Und zwar zum Endocannabinoid-System.

Das Endocannabinoid-System – die Grundlage der Wirkung von CBD

Hast du gewusst, dass uns Körper über eigenen Cannabinoide verfügt und wir deshalb überhaupt Cannabinoid-Rezeptoren haben? Nicht? Das macht nichts, die meisten wissen es nicht, jedoch hilft dieser Fakt so einiges rund und das Thema der Wirkung von CBD bzw. Cannabinoiden allgemein besser zu verstehen.

Im Zentrum stehen dabei die Rezeptoren CB1 und CB2. An diese Rezeptoren „docken“ unsere körpereigenen Cannabinoide, genauer die Endocannabinoide an und sorgen für eine Aktivierung. Führe ich Cannabinoide von außen, also nicht endogen, sondern exogen, zu, so binden sich diese an unsere Cannabinoid-Rezeptoren und entfalten dort ihre Wirkung.

Die Cannabinoid-Rezeptoren befinden sich dabei nicht nur im Gehirn, sonder auch in Organen. Der Großteil ist jedoch natürlich im Gehrin angesiedelt. Hier speziell die CB1-Rezeptoren, die eine Schlüsselrolle hinsichtlich Motivation und kognitiven Fähigkeiten inne haben. Was die CB1-Rezeptoren ebenfalls steuern, ist z.B. den Appetit, worauf wir später nochmal bei der Anwendung von CBD zurückkommen. [2][3]

Du kannst dir das ähnlich vorstellen, wie bei Koffein, das an Stelle des körpereigenen Adenosin an unsere Adenosinrezeptoren andockt und diese blockiert.

Dabei sind die CB-Rezeptoren nur ein System von vielen, mit denen Cannabinoide und somit auch CBD interagieren. Die noch verhältnismäßig junge Forschung hat gezeigt, dass Cannabinoide auch mit GPR55-, Vanilloid-, Glycin-, Serotonin- und weiteren Rezeptoren interagieren und CBD so eine Vielzahl von Wirkmechanismen hat, die sich auf unsere Gesundheit und bestehende Krankheiten direkt und auch indirekt auswirken.

Damit das Ganze nicht allzu wissenschaftlich wird, führen wir dies hier nicht weiter aus. Viel interessanter und praxisnäher sind wohl die Anwendungsgebiete von CBD zur Förderung unserer Gesundheit und Linderung von Krankheiten, zu denen wir jetzt kommen.

 

Allgemeine Anwendungsbereiche von CBD

Da wir nun wissen wie CBD wirkt, schauen wir uns nun mal die Anwendungsbereiche von Cannabidiol an. Und zwar welche gesundheitlichen Vorteile CBD mit sich bringt und bei welchen Erkrankungen bzw. physischen oder psychischen Beeinträchtigungen es helfen kann.

Hierbei stützen wir uns auf eine Übersichtsstudie des Bundesamtes für Gesundheit der Schweiz. Allgemein muss man sagen, dass in der Schweiz die seriöse Darstellung und Behandlung der Wirkung von CBD von Amtswegen wesentlich mehr vorangetrieben wird, als in Deutschland.

Laut der Literaturrecherche des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit, lässt sich die Anwendung von CBD in 5 Bereiche untergliedern.[4]

  1. Der erste Anwendungsbereich und der wahrscheinlich gleichzeitig verbreitetste ist die Anwendung von CBD zur Verminderung psychischer Beschwerden. Hier insbesondere von stressbedingter Angespanntheit, Angststörungen und Schlafproblemen.
  2. Beim zweiten Anwendungsbereich geht es und die Reduzierung sog. somatischer Beschwerden, wie Schmerzen und daraus resultierender Appetitmangel, der letztlich zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und somit einer verzögerten Abheilung der ursächlichen Erkrankung steht.
  3. Der dritte Anwendungsbereich von CBD liegt in der Behandlung und auch Prävention entzündlicher und neurodegenerativer Erkrankungen chronischer und auch akuter Natur. Dazu zählen u.a. Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Spinale Muskelatropie.

Im vierten Anwendungsbereich geht es um die Behandlung neurologischer Krankheiten, wie z.B. sämtlicher Formen der Epilepsie und multipler Sklerose.

Der letzte Anwendungsbereich stellt die Behandlung von Hauterkrankungen mittels CBD dar. Hier konnten u.a. Erfolge bei Akne und Neurodermitis erzielt werden.

Ruft man sich nun nochmal die Wirkungsmechanismen von CBD aus dem vorherigen Kapitel ins Gedächtnis, erschließen sich die Anwendungsbereiche im Zusammenhang mit der Wirkung von Cannabinoiden und den körpereigenen CB-Rezeptoren des Typs 1 und 2 als ziemlich logisch und vor allem absolut wissenschaftlich nachvollziehbar.

Pharmazeutische Anwendungsgebiete von CBD

CBD kommt bei Medikamenten nie isoliert zum Einsatz, jedoch in Verbindung mit THC, was jedoch dann als Betäubungsmittel gilt. Dennoch ist es natürlich so, dass bei der Herstellung von Cannabis-Medikamten auf Sorten zurückgegriffen wird, die einen sehr hohen Anteil an CBD aufweisen. CBD-haltige Medikamente sind zum Beispiel Sativex® oder auch Epidiolex®. Letzteres befindet sich nach positiven Zulassungsverfahren in einigen Ländern kurz vor der Zulassung. Sativex® wird bereits seit einiger Zeit erfolgreich zur Behandlung von Multipler Sklerose und Epilepsie eingesetzt.

Insgesamt wird Cannabis – und somit natürlich auch das Cannabinoid CBD – zur Therapie von folgenden Erkrankungen erfolgversprechend eingesetzt:

  • Epilepsie
  • zur Nachbehandlung von Chemotherapien gegen Übelkeit und Erbrechen
  • zur Appetitsteigerung bei HIV bzw. AIDS
  • Spastiken in Folge von MS und Paraplegie

Darüber hinaus ist die Studienlage zur Verbesserung von Angst- und Schlafstörungen, des Tourette-Syndroms und auch von ADHS aktuell so, dass auch hier Cannabinoide positiv wirken.

Wohingegen keine signifikanten Erfolge festgestellt werden konnten, ist bei Darmerkrankungen, bei Demenzerkrankung, bei Depression oder Psychosen und auch bei Glaukom.

CBD in der Naturmedizin bzw. als Nahrungsergänzungsmittel

Isoliertes CBD ist – zum Glück – (noch) nicht als Arzneimittel eingestuft und kann somit frei erworben werden. Das impliziert natürlich nicht, dass es nicht wirksam ist, wie auch komplette Forschungsbericht zur Analyse von CBD des schweizerischen BAGs faktisch belegt[5].

Hinzu kommt, dass CBD in der Naturmedizin schon länger zum Einsatz kommt, als der aktuelle Hype darum anhält.

Die Anwendungsbereiche und -formen von CBD sind vielfältig. CBD wird nicht nur als das weit verbreitete CBD Öl eingesetzt. Es wird aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung auch als Creme, Salbe oder Balm zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt.

In Form von Öl, Kapseln oder Kristallen – auf die verschiedenen Formen kommen wir später nochmal im Detail zurück – wird es vorwiegend bei Schlafstörungen, bei chronischem Stress, bei Allergien, bei Unwohlsein / Übelkeit und bei Entzündungen eingesetzt.

 

Bei was hilft CBD? Konkrete Beispiele zur Anwendung von CBD

Zuvor haben wir im Allgemeine die Anwendungsbereiche von CBD geklärt, womit es Zeit für eine paar konkrete Anwendungsbeispiele von CBD wird, um die Wirkung zu verdeutlichen.

CBD zur Behandlung von negativem Stress

Gibt es etwa auch positiven Stress? Ja, denn Stress ist nicht unbedingt immer schädlich oder negativ. Stress wird erst dann negativ, wenn er dauerhaft anhält und zur Überforderung unseres Körper führt. Der negative Stress auch Distress genannt ist häufig Auslöser diverser Krankheiten. Eine der bekanntesten dürfte das immer häufiger auftretende Burnout-Syndrom sein.

Ein eher schleichender negativer Effekt von negativem Stress ist die Schwächung unseres gesamten Immunsystems. Dies hat zur Folge, dass wir in Zeiten von dauerhaftem Distress sehr viel anfälliger für Infekte sind.

Um in Phasen eines erhöhten Stressaufkommens nicht die Gefahr zu laufen Körper und Geist dauerhaft zu überfordern, das Immunsystem zu schwächen und somit krank zu werden, eignet sich CBD Öl oder auch andere Darreichungsformen hervorragend zur Behandlung und Prävention stressbedingter (Folge-)Erkrankungen.

Dabei wirkt CBD über verschiedene Mechanismen stresslindernd.

Erstens dämpft CBD die Adrenalin- und Cortisolausschüttung. Adrenalin und Cortisol sind Bekannterweise die Stresshormone unseres Körpers. Sie sind notwendig um uns zu Höchstleistungen zu verhelfen (Adrenalin) und stellen lebensnotwendige Steroidhormone dar (Cortisol). Im Übermaß, wie sie bei negativem Stress aufkommen, sind sie jedoch gesundheitsgefährdend.

Des Weiteren steigert es über das Endocannabinoid-System – speziell über die Belegung der CB1-Rezeptoren im Gehirn – die Serotoninproduktion. Serotonin ist der Gegenspieler von Adrenalin und sorgt für eine ausgeglichene Stimmung und stellt ein „Zufriedenheitsgefühl“ ein.

Ähnlich wie eine intensiver Sporteinheit. Jeder Sportler wird wissen was gemeint ist. Diese entspannte Leere und Zufriedenheit, die man nach dem Training oder einem Wettkampf spürt, wenn man nach der wohltuenden Dusche endlich auf der Couch liegt. Nicht umsonst gilt auch Sport als Stresskiller!

Ein weiterer Mechanismus, der dafür sorgt, dass CBD direkt stresslindernd wirkt ist, dass dieses ähnlich dem körpereigenen Neurotransmitter AEA ist, der – stark vereinfacht ausgedrückt – für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts von „Stress und Entspannung“ sorgt. In Zeiten von ausgeprägten negativem Stress, kann jedoch die Produktion dieses Neurotransmitters so gestört sein, dass ein Gleichgewicht nicht mehr hergestellt werden kann. Von außen zugeführtes Cannabidiol kann hier die Rolle von AEA einnehmen und die Herstellung des Gleichgewichts unterstützen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass CBD insofern auf negativen Stress wirkt, dass es hilft die Hormonproduktion, unserer Stress- und Entspannungshormone zu regulieren und wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei unterstützt es die körpereigenen Neurotransmitter.[6][7]

 

CBD bei Schlafstörungen und allgemeinen Schlafproblemen

Gute Schlafqualität und ausreichend Schlaf stehen in direktem Zusammenhang mit unserer körperlichen und geistigen Gesundheit. Schlechter Schlaf und Schlafmangel stellen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Zu wenig gesunder Schlaf stehen nachgewiesen in direkter Verbindung zu folgenden Erkrankungen und negativen körperlichen Veränderungen sowie Risiken:

  • Schwächung des Immunsystems
  • Ansammlung von hohem Cortisolspiegel
  • Gefahr von Übergewicht und infolge Steigerung des Risikos an Diabetes Typ II zu erkranken
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Ansammlung von negativem Stress
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Psychische Probleme
  • Negative Beeinflussung des Hormonhaushalts, insbesondere Senkung der Testosteronproduktion
  • In Summe sinkt bei chronischem Schlafmangel die Lebenserwartung

Also Grund genug einer ausreichenden Schlafdauer und Schlafqualität ein besonderes Augenmerk zu schenken. Doch nicht immer reicht es bzw. ist es möglich rechtzeitig ins Bett zu gehen und die allgemeinen Voraussetzungen für eine gute Schlafhygiene (künstliche Lichtquelle vor dem Schlafen vermeiden, Abdunklung des Schlafraumes, optimale Raumtemperatur, usw.) umzusetzen. Dies hat zur Folge, dass der Körper von sich aus Probleme hat, sich auf die nächtliche Ruhe einzustellen und in die relevanten Schlafphasen (REM und NonREM) zu gelangen.

An dieser Stelle kann CBD wirken, indem es, ähnlich wie bei der zuvor beschriebenen Behandlung von negativem Stress, dem Körper und Gehirn hilft zur Ruhe zu kommen und insbesondere die Tiefschlafphase (NonREM) zu intensivieren. Diese Phase des Schlafs ist besonders wichtig, da hier regenerative Prozesse ablaufen. Beschädigungen der Körperstruktur werden „repariert“, das Immunsystem wieder gestärkt. Aber auch der REM-Schlaf, sprich die Schlafphase, in dem wir das im Tagesverlauf erlebte verarbeiten und unser Gehirn sich sortiert und „aufräumt“ wird verbessert indem die Einschlafdauer und die Wachphasen verkürzt werden können.[8][9]

 

 

CBD zur Unterstützung bei der Behandlung von Multipler Sklerose (MS)

Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von schweren Krankheiten zu empfehlen ist unserer Auffassung nach ein recht zweischneidiges Schwert und wir haben uns stark überlegt, ob wir diese dies überhaupt thematisieren wollen. Es gibt einfach zu viele unseriöse Blogs und Influencer, die Nahrungsergänzungsmitteln heilende Wirkung nachsagen und diese als Ersatz zu einer bestehenden Medikation empfehlen. Davon raten wir ausdrücklich ab! Genauso wie wir ganz klar sagen, dass CBD Multiple Sklerose auch nicht heilen kann.

Was uns dann aber letztlich doch dazu gebracht hat, CBD und seine Wirkung als Ergänzung zur Behandlung von Multipler Sklerose zu thematisieren, war ein Erfahrungsbericht einer MS-Patientin. Dieser Erfahrungsbericht wurde auf der Internetseite der Selbsthilfegruppe „Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V.“ veröffentlicht, weshalb wir ihn als sehr seriös einstufen. Weitere Recherchen konstatierten die Erfahrungen, die diese MS-Patientin in ihrem Artikel zu CBD und MS schildert.

Wie hilft nun CBD bei Multipler Sklerose?Kurzum, es kann MS natürlich nicht heilen. Jedoch findet man nicht wenige Erfahrungsberichte und auch die ein oder anderen Untersuchung zu CBD und MS. Bei Erfahrungsberichten schildern Patienten unisono, dass die Symptome, insbesondere der sogenannte „Fatigue“ sowie Schmerzen und das „Uhthoff-Phänomen“, deutlich spürbar gelindert wurden.

Erfahrungsberichte von MS-Patienten mit CBD

So schreibt Heike Führ in ihrem Artikel „Mehr Lebensqualität mit Cannabidiol“, dass CBD bei ihr viele der MS-Symptome lindern konnte. Darüber hinaus beschreibt sie die Wirkung so, dass CBD ihr besonders morgens geholfen hat, ihre Fatigue-Attacken „einzudämmen und insgesamt minimaler zu halten“. Dadurch habe sie massiv an Lebensqualität gewonnen. Sie betont aber auch, dass CBD bei jedem anders wirken kann, empfiehlt es aber jedem zu zu probieren, da man letztlich nur gewinnen kann. Sie geht in ihren Ausführung sogar so weit, CBD für sie als eine Art Wundermittel zu beschreiben.[10]

Ein weiterer eindrucksvoller Erfahrungsbericht zu CBD und MS ist das Buch „Cannabis Saved My Life“. Hier beschreibt die selbst unter Multipler Sklerose leidende Autorin Elizabeth Limbach von ihren Erfahrungen und den Erfahrungen weiterer MS-Patienten mit CBD. Letztlich ist auch hier die Kernaussage, dass CBD zur mehr Lebensqualität verholfen hat.[11]

Studie zu Cannabidiol und der Verbesserung der Mobilität bei Personen mit Multipler Sklerose

Im Jahr 2018 wurde eine Studie von Thorsten Rudroff und Jacob Sosnoff veröffentlicht, die sich mit der Wirkung von Cannabis und speziell Cannabidiol auf Multiple Sklerose beschäftigt. In der Studie wird zwar betont, dass es noch zu wenige empirische Daten gibt, um eine finale Beurteilung abgeben zu können, die vorhandenen Daten jedoch darauf hin deuten, dass vor allem CBD die Muskelspastizität und Schmerzen verringern kann. Auch wurde wissenschaftlich die Verbesserung der chronischen Erschöpfung von MS-Patienten beobachtet, wie sie im zuvor beschriebenen Erfahrungsbericht beschrieben wurde.

Dieses Wirkungsspektrum, sowie die antidepressive Wirkung von CBD stehen für die Autoren der Studie im Zusammenhang mit der Verbesserung der Mobilität. Diese ist als laut Rudroff et al letztlich eine indirekte Wirkung aufgrund der reduzierten Spastizität, Schmerzen und Erschöpfung letztlich wieder zu einer erhöhten Mobilität führen.[12]Ein sehr interessanter Ansatz, wie wir finden.

Warum CBD bei Multipler Sklerose Symptome lindern kann

Diese Wirkung von CBD im Zusammenhang mit Multipler Sklerose ist auf die verschiedenen Wirkungsmechanismen und das Zusammenspiel mit unserem Endocannabinoiden Systen zurückzuführen.

Da Multiple Sklerose eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems darstellt, die sich insbesondere durch Stress verschlimmert und starke Schmerzen bis hin zur Lähmungen auslösen kann, kann hier CBD über seine entzündungshemmende, schmerzstillende und beruhigende Wirkung gleich mehrfach zu Linderung der Symptome verhelfen.

Untersuchungen und Studien zu CBD und Multiple Sklerose gibt es leider (noch) nicht. Gerne hätte wir dir diese hier präsentiert. Aber die seriösen Erfahrungsbericht von MS-Patienten sprechen wirklich eine recht eindeutige Sprache.

Letztlich bleibt hier nur die Empfehlung für Menschen, die unter MS leiden CBDneben der konventionellen Behandlung zu probieren. Auf keinen Fall sollte CBD als Ersatzzur bestehenden Medikation und Therapie verwendet werden.

 

CBD bei psychischen Erkrankungen

Auch hier gleich wieder der Hinweis, dass CBD begleitendzur Therapie und Medikation helfen kann und keineswegs einen Ersatzder Selbigen darstellt!

CBD kann vor allem bei Angststörungen und Panikattacken helfen diese zu lindern. Auch in diesem Bereich ist die Forschung leider noch unzureichend, um eine wissenschaftlich fundierte Wirkung zu attestieren. Dennoch gibt es eine Studie aus dem Jahr 2017, die sich mit der Wirkung von Cannibidiol hinsichtlich Panik-Attacken beschäftigte. Darüber hinaus gibt es auch noch zahlreiche Erfahrungsberichte von Patienten auf die wir bei diesem Thema zurück greifen konnten.

Studie zur Wirkung von CBD bei Panik-Attacken

In der Studie von Vanessa p. Soares und Allen C. Campos, die sich beide mit Angststörungen und Panikattacken schwerpunktmäßig beschäftigen, werteten sie mit wissenschaftliche Daten zu Tier- und Humanstudien, die die mutmaßlichen Eigenschaften von CBD im Kontext mit Panik-Attacken untersuchten, aus.

Nach Auswertung der der Studie zugrunde liegenden über 70 Referenzen und Untersuchungen an Tieren und Menschen kamen die Autoren zum eindeutigen Ergebnis, dass CBD anxiolytische Effekte aufweist und somit angst- und paniklösend wirkt.[13]

Erfahrungsberichte zur Wirkung von CBD bei Angststörungen und Panik-Attacken

In diversen Foren von unter Angststörungen und Panik-Attacken leidenden Menschen liest man vermehrt von positiven Erfahrungsberichten zur CBD-Einnahme. So beschreiben Personen, dass zum einen die „Grundpanik und Grundangst“ durch die tägliche Einnahme von CBD verringert werden konnte. Andere berichten davon CBD insbesondere akut einzusetzen um auftretende Panik-Attacken abzumildern.

Auch hier wird immer wieder betont CBD nur begleitend zur medizinischen Behandlung einzunehmen und keinesfalls mit der Absetzung von Medikamenten zu experimentieren. Sollt man für sich merken, dass CBD gut wirkt, so kann man unter Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt oder seiner behandelnden Ärztin unter Aufsicht die Medikation ändern. Keinesfalls jedoch auf eigener Initiative und ohne dessen bzw. Deren Einbindung.

Warum CBD bei Angststörungen und Panik-Attacken wirken kann

Die Ergebnisse der Untersuchungen und der Studie sowie die Erfahrungsberichte von Patienten und Anwendern untermauern letztlich die Tatsache, dass und wie CBD auf das Endocannabinoid System unseres Körpers wirkt und mit dem CB1-Rezeptor interagiert (haben wir zu Beginn des Artikels beschrieben).

Durch die Interaktion mit dem CB1-Rezeptor wirkt CBD letztlich beruhigend und entspannend. So kann es sein, dass CBD von Grund auf die Symptome abschwächen und akut auftretende Panik-Attacken mildern bis vermeiden kann.

 

CBD bei Rheuma und Schmerzen

Cannabidiol stellt kein Schmerzmittel dar! Dies möchten wir ganz klar deutlich machen. Die schmerzlindernde Wirkung ist mit der entzündungshemmenden und krampflindernden Wirkung von CBD und weiteren in der Cannabispflanze enthaltenen Terpenen zu erklären.

CBD wirkt bei Schmerzen also nicht in jeglicher Hinsicht, sondern nur bei Schmerzen, die auf Entzündungen und krampfartigen Verspannungen zurückzuführen sind. Hier spielt es sein Potential jedoch in aller Gänze aus. So können mit CBD-Öl und Co. die Dosierungen der zur konventionellen Therapie eingesetzten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) bzw. nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAP), wie z.B. Voltaren (Diclofenac) oder Ibuprofen, reduziert werden. Durch eine Reduzierung der Dosierung werden natürlich auch die mit NSAR einhergehenden Nebenwirkungen, die insbesondere den Magen betreffen, reduziert.

Dies wird insbesondere bei der Dauertherapie aufgrund rheumatischer Erkrankungen relevant. Nicht selten für eine Langzeitmedikation mit Voltaren und Co. zu Magenschleimhautentzündungen bis hin zu Magengeschwüren. Aus diesem Grund werden meist auch Magenschoner parallel zu Schmerzmitteln verabreicht, die jedoch auch wieder ihre Nebenwirkungen mit sich bringen. Kann als durch CBD-Öl die Dosis der konventionellen Schmerzmittel bei Rheuma oder anderen entzündlichen oder krampfbedingten Schmerzen reduziert werden, wird gleichzeitig das Risiko von Nebenwirkungen reduziert. Bei nicht allzu schweren Krankheitsbildern konnten sogar Schmerzmittel gänzlich durch CBD-Produkte abgesetzt werden. Hier sollte aber immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten und die „Entzündungsmarker“ im Blut regelmäßig kontrolliert werden.

Zwar gibt es noch nicht ausreichende Daten, zur Behandlung von Rheuma mit CBD, Erfahrungsberichte von Patienten sprechen hier aber eine recht deutliche Sprache, weshalb wir jedem raten können ein CBD-Öl mal begleitend zur konventionellen Therapie zu probieren.

 

CBD bei Akne, Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen

Beim Einsatz von CBD bei Akne, Neurodermitis und weiteren entzündlichen Hauterkrankungen konnten wirklich fast schon erstaunliche Wirkungen festgestellt werden, die an die von Kortison herankommen.

Während die Wissenschaft bei Neurodermitis sich über Ursache und Ursprung der Hautkrankheit noch immer nicht sicher ist, ist die Ursache von Akne recht klar. Die am weitesten verbreitete Form der Akne ist die Akne vulgaris, welche in der Regel mit der Pubertät und der damit einhergehenden hormonollen Veränderung auftritt.

Durch die hormonelle Umstellung des Körpers wird die Talgproduktion der Haut angeregt. Der Talg kann nicht ausreichend über die Poren abtransportiert wird. Die Folge, es kommt zu Verstopfungen und Entzündungen der Hautporen und Talgdrüsen. Je nach Schweregrad reichen die Symptome von Mitessern, die sich gegebenenfalls leicht entzünden, bis hin zu richtigen Zysten, die schwere Narben hinterlassen.

Weitere Formen der Akne können aufgrund Unverträglichkeiten bei Kosmetika, Lebensmitteln oder Medikamenten entstehen. Seltenere Formen der Akne treten sogar schon bei Neugeborenen oder Säuglingen auf.

Was alle Formen gemein haben, ist die äußere Behandlung, die je nach Schweregrad erfolgt. Bei leichten Formen genügt oftmals die regelmäßige Reinigung der Haut und Behandlung mit „Anti-Pickel“ Kosmetika aus der Drogerie. Bei schwereren Formen werden medizinische Cremes durch den Hautarzt verordnet. Bei hormonell bedingter Akne werden in schweren Fällen auch Hormonpräparate zur Regulierung des Hormonhaushalts verabreicht.

Egal in welchem Schweregrad eine Akne oder auch Neurodermitis vorliegen können sich CBD und die im CBD-Öl enthaltenen Terpene positiv auf das Hautbild auswirken. Ebenfalls bei Neurodermitis.

Auch hier kommt die antientzündliche Wirkung von CBD und weiteren Pflanzenstoffen, welche im Cannabis Extrakt enthalten sind, zum tragen.

In klinischen Test konnte bei allen Probanden bereits nach zweiwöchigem Einsatz von CBD-Serum zur äußerlichen Behandlung von Akne und Neurodermitis eine Verbesserung des Hautbildes festgestellt werden.[14]

Man muss sich natürlich nicht nur auf die äußerliche Anwendung bei Hautkrankheiten beschränken. Auch die Einnahme von CBD-Öl kann bei Hautproblemen helfen. Insbesondere wenn diese stressbedingt sind.

 

CBD-Öl im Sport – Hinweise auf Verbesserung der Regeneration und Leistungsfähigkeit

Dieser Punkt war eigentlich der Initiator für uns, sich mit dem Thema CBD und Cannabis genauer zu beschäftigen. Ursprünglich war geplant nur diesen Aspekt zu betrachten, jedoch erschien und während der Recherchen die Thematik so interessant, dass wir über Monate Informationen und Studien ausgewertet und zusammengefasst haben. Letztlich wurde diese CBD-Guide aus unserem anfänglichen kleinen Info-Artikel. Aber zurück zum Thema.

Sportler sind ja grundsätzlich immer auf der Suche nach Möglichkeiten der Optimierung, um noch mehr aus dem Training und der Ernährung herauszuholen. Da im Rahmen einer Studie der WADA im Jahr 2015 bei rund 12.000 Profisportlern Cannabiniode nachgewiesen wurden, darunter auch bei bei Spitzenathleten, wie Michael Phelps, Stand für uns fest, dass dies wohl einen Grund hat. Und der liegt wahrscheinlich nicht daran, dass CBD nur etwas den Schlaf verbessern kann.

Ausgehend von dieser Studie begann die Diskussion im Spitzensport um die positive Wirkung von Cannabinoiden, insbesondere CBD, auf die Gesundheit und Regeneration und immer mehr bekannte Sportler, sowie Verbände sprachen sich für die Streichung von CBD von der Dopingliste aus. Und das mit Erfolg. Zum 01.01.2018 nahm die WADA CBD von der Liste verbotener Doping-Substanzen und gab es somit offiziell für Wettkampfsportler frei! THC ist natürlich nach wie vor auf der Liste verbotener Substanzen der WADA.

Wie hilft CBD bei der Regeneration?

Der positive Einfluss von CBD auf die Regeneration liegt zum einen in der entzündungshemmenden Eigenschaft von CBD-Öl. Jetzt muss man dazu wissen, dass durch intensive körperliche Belastungen, wie durch Training und Wettkämpfe, Mikrotraumata im Gewebe entstehen. Dazu gehören kleine Beschädigungen der Muskulatur, die sich entzünden.

Dies ist ein ganz normaler Vorgang und ist die Grundlage für Muskelwachstum. Denn was durch Training beschädigt wurde, baut unser Körper wieder auf und macht es stärker, sodass das Gewebe der nächsten Belastung besser Stand hält. So funktioniert Muskelwachstum.

Während der Körper also das beschädigte (Muskel-)Gewebe repariert (Regeneration) und verstärkt (Superkompensation), sollte man dieses nicht gerade wieder intensiv belasten, um den Regenerations- und Superkompensationsprozess nicht zu stören.

Nun, je schneller dieser Vorgang abgeschlossen und die Entzündung somit abgeklungen ist, desto früher kann wieder trainiert werden. Und jeh kürzer die Abstände zwischen den Belastungen sind, desto schneller steigert sich die Leistung. Und so wirkt CBD auf die Regeneration beim Sport.

Zum anderen wird durch die entspannende und stresslindernde Wirkung von CBD die Schlafqualität verbessert. Jeder Sportler weiß, dass ausreichend hochqualitativer Schlaf eine Schlüsselrolle spielt. Während des Schlafs spielt sich nicht nur der größte Teil der Regeneration ab. Es wird auch das Wachstumshormon (HGH) ausgeschüttet und das Testosteronlevel wieder gepusht. Zu wenig Schlaf und zu viel Stress sind die häufigsten korrelieren oftmals mit Übergewicht und Muskeldegeneration, da die Produktion von HGH und Testosteron in den Keller gehen.

CBD wirkt also nicht direkt Leistungssteigernd, vielmehr unterstützt es den Körper.

Hilft CBD bei Sportverletzungen?

Was bei Mikrotraumata, also kleinen Verletzungen funktioniert, das funktioniert natürlich auch bei schweren Verletzungen, wie sie bei beinahe jedem Sportler während seiner „Karriere“ auftreten. Da schlimme an Verletzungen, ist die Zeit, in der nicht trainiert werden kann, da diese einen meist ziemlich weit zurückwirft und man ein Vielfaches der Zeit benötigt, um wieder auf seinem alten Leistungstand zu sein. Deshalb wird im Spitzensport im Verletzungsfall eines Athleten auf die Genesungsbeschleunigung extrem viel Wert gelegt und keine Kosten und Mühen gescheut.

Mit klassischen Sportverletzungen, wie Bänderrissen, Gelenkverletzungen, Brüchen, Muskelfaserrissen gehen immer auch Entzündungen einher, welche möglichst schnell bekämpft werden, damit der Heilungsprozess starten kann. Dies stellt auch den Grund dar, warum viele Leistungssportler entzündungshemmende Medikamente, wie Voltaren®, sogar prophylaktisch nehmen, damit der Wirkstoff bereits im Blutkreislauf ist, wenn es zur Verletzung kommt.

Und wie auch bei der Verbesserung und Beschleunigung der Regeneration durch CBD, wird der Heilungsprozess im Falle einer Verletzung optimiert. Das ist natürlich nicht nur blinde Theorie, auch in der Praxis konnte CBD bei der Heilung von Knochenbrüchen seine Wirkungsfähigkeit unter Beweis stellen. In einer Studien wurde CBD bei der Behandlung von Knochenbrüchen unterstützend eingesetzt. Im Verlauf der Untersuchungen zeigte sich ein schnellerer Heilungsprozess und eine stärkere Verwachsung der Knochen.[15]

 

Weitere gesundheitliche Vorteile von Cannabis durch enthaltene Terpene und Flavonoide

Die in der Cannabispflanze enthaltenen Terpene und Flavonoide sind zwar weniger bekannt, da jeder nur von CBD und THC spricht, jedoch nicht weniger bedeutend. Aktuellen Erkenntnissen zur Folge beeinflussen nämlich Terpene und Flavonoide die Wirkung von Cannabinoiden – und somit natürlich von CBD – positiv! So konnte zuletzt in einer klinisches Studie an der Universität Tokio im Jahr 2015 die Synergiewirkung von Terpenen nachgewiesen[16]. Dazu später aber beim Entourage-Effekt mehr.

Die im Cannabis enthaltenen Terpene und Flavonoide nimmt jeder wahr, da sie für den Geschmack und Geruch der Pflanze sorgen. So lässt sich auch die Qualität eines CBD-Öls „erschmecken“. Ist es neutral, fehlen die Terpene und Flavonoide beim CBD-Produkt, ganz einfach.

Da jede Cannabissorte eine unterschiedliche Zusammensetzung an Terpenen und Flavonoiden aufweist erläutern wird an dieser Stelle nur die wichtigsten und am meisten enthaltenen.

Terpene – Qualitiätsmarker von CBD-Öl

LIMONEN

Wie der Name schon vermuten lässt, bringt dieses Terpen eine Zitrusaroma mit sich. Limonen wird isoliert auch häufig in kosmetischen Produkten verwendet, da es antibakteriell und pilzabtötend wirkt. Durch die Eigenschafft, dass Limonen das RAS-Gen hemmt, kann es auch das Wachstum von Tumorzellen verhindern. Kognitiv wirkt Limonen Konzentrationssteigernd.

MYRCEN

Dieses Terpen ist mit das am stärksten konzentrierte. Es hat ein etwas erdiges, an Nelken und Moschus erinnerndes Aroma. In Untersuchungen konnte beobachtet werden, dass Myrcen entzündungshemmende, scherzlindernde und antibiotische Eigenschaften aufweist. Myrcen wirkt mit Cannabinoiden synergistisch, es verstärkt also deren Wirkung.

CARYOPHYLLEN

Schmeckt das CBD-Öl scharf, so weißt du, dass dieses Terpen enthalten ist. Die Schärfe von schwarzem Pfeffer kommt nämlich von diesem Terpen. Caryophyllen hat die besondere Eigenschaft, dass es ebenfalls an Cannabionidrezeptoren andocken kann, nämlich an den CB2-Rezeptor. Ihm wird nachgesagt, dass es entspannend und Muskelschmerz lindernd wirken kann. Aber auch bei Depression und Angststörungen soll Caryphyllen helfen können.

LINALOOL

Jetzt wird es blumig. Zumindest was das Aroma angeht. Linalool ist vor allem in Blüten und in einer sehr hohen Menge in Lavendel erhalten. Und wie wirkt Linalool nun? Wer sich mit Pflanzenheilkunde schon etwas beschäftigt hat, bei dem dürfte es beim Stichwort Lavendel nun klingeln. Linalool wirkt beruhigend und entspannend, weshalb Lavendel als natürliches Schlafmittel verwendet wird. Daneben wirkt es ebenfalls entzündungshemmend, insbesondere bei entzündlichen Hautkrankheiten, wie Akne. Somit findet es auch in Kosmetika häufig Verwendung.

PINEN

Dieses Terpen hat ein süßliches Aroma und kommt vor allem im Salbei und Nadelbäumen vor. Pinen steigert die geistige Leistungsfähigkeit und soll die Bronchien erweitern können. Asthmatiker verwenden als pflanzliches Alternative Pinen gerne als Ergänzung zur Medikation.

 

Flavonoide –  recht unerforscht aber längst nicht unbemerkt

Es ist nicht genau erforscht wie Flavonoide wirken und auch nicht wieviele es genau gibt, jedoch hat sich in verschiedenen Forschungsarbeiten gezeigt, dass diese Gruppe, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehört, beachtliche Wirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Es wird geschätzt, dass es ca. 6000 Flavonoide gibt. Was die Cannabispflanze angeht, so sind bisher gerade mal 23 bekannt, von denen drei Stück bisher nur bei Cannabis gefunden werden konnten.

Flavonoiden konnte bisher

  • antioxidative
  • das Immunsystem stimmulierende
  • Krebs und Diabetes vorbeugende

Eigenschaften zugeschrieben werden und sollen maßgeblich zum Entourage-Effekt beitragen. Schon wieder dieser komische Effekt. Zeit sich diesem mal etwas genauer zu widmen.

 

Der Entourage-Effekt

Der Entourage-Effekt ist ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit der therapeutischen Verwendung von Cannabis fällt. Umso wichtiger diesen Begriff zu klären.

Kurz zur Begrifflichkeit: Der Begriff Entourage stammt aus dem Französischen und ist aus den Begriffen „entourer“, was dem dt. „einfassen“ oder „umgeben“ entspricht und dem Begriff „tour“, zu deutsch  „Umkreis“, zusammengesetzt. Zusammen wird es laut Duden mit der Bedeutung „jemandes Umgebung“ definiert.

Im Bezug auf Cannabis ist mit Entourage-Effekt das Zusammenspiel, sprich die Synergie, der verschiedenen in der Cannabis Pflanze enthalten Inhaltsstoffe gemeint. Vielfach wurde beobachtet, dass isolierte Cannabinoide oder auch Terpene und Flavonoide anders und auch schwächer bis gar nicht wirken. In und je nach Kombination hingegen wirken diese unterschiedlich und verfügen über signifikant bessere Bioverfügbarkeiten. Wissenschaftlich konnte dies in einer Studie der University of Massachusettsim Jahr 2011 nachgewiesen werden. Hier untersuchte man den Entourage-Effekt von Cannabinoiden und Terpen.[17]

Der Entourage-Effekt spielt beim therapeutischen und medizinischen Einsatz von Cannabis eine immer größere Rolle. Auch aus diesem Grund empfehlen wir grundsätzlich immer eher zu einem Vollspektrum CBD-Öl zu greifen, um vom Entourage-Effekt zu profitieren. Bei den von uns getesteten CBD-Ölen von Nordicoil und CBD-Vital handelt es sich beispielsweise um Vollspektrum-CBD-Öle, bei denen sowohl sämtliche Terpene, als auch Flavonoide enthalten sind.

Mit diesen Informationen können wir nun nachfolgenden Frage beantworten.

 

CBD-Isolat oder CBD-Vollspektrum-Extrakt?

Da wir nun die neben den Cannabinoiden (THC und CBD) enthaltenen Pflanzenstoffe (Terpene und Flavonoide), sowie deren Zusammenspiel (Entourage-Effekt) geklärt haben, lässt sich diese Frage recht leicht beantworten.

Ein hochqualitatives CBD-Produkt, sollte das volle Spektrum der Pflanzenstoffe von Cannabis enthalten und ist einem CBD-Isolat vorzuziehen. Aktuelle Untersuchungen zeigen ziemlich eindeutig in die Richtung, dass erst das Zusammenspiel zwischen Cannabinoiden und sekundären Pflanzenstoffen, die Effekte nicht sich bringt, die Eingangs unter Wirkung beschrieben wurden.

An dieser Stelle macht es Sinn mal die Herstellung von Cannabis-Extrakten unter die Lupe zu nehmen.

 

CBD Herstellung – Wie wird CBD gewonnen?

Die Grundlage aller CBD Produkte ist das Cannabidiol, das erstmal aus der Hanf- bzw. Cannabispflanze gewonnen werden muss. Dazu gibt es verschiedene Extraktionsmethoden. Die beiden geläufigsten Extraktionsmethoden von CBD, sowie deren Vor- und Nachteile werden wir nun erläutern. Es gibt noch weitere Extraktionsmethoden, jedoch sind diese nicht empfehlenswert.

Doch Vorab noch ein interessanter und wichtiger Fakt. Cannabinoide liegen in der Cannabispflanze grundsätzlich erstmal als „inaktiver Wirkstoff“ vor. Im Falle vom Cannabinoid CBD liegt dies als CBDA, als Cannabidiol-Carbonsäure (vom engl. acid) vor. Für THC gilt übrigens das Selbe. Dies liegt als THCA vor. Um die Cannabinoide zu „aktiveren“, sprich um das CBDA in CBD umzuwandeln, muss dieses einer Decarboxylierung unterzogen werden.

Im Rahmen der Decarboxylierung wird der CBD-Säure durch Hitze oder Katalyse eine CO2-Molekül abgespalten. Das ist übrigens genau das, was beim Rauchen von Cannabis durch das Abbrennen der Blüten passiert. Optimal ist es, wenn ein CBD-Öl sowohl CBDA, als auch CBD enthält, da beide Formen ihre Vorteil mit sich bringen.

Die Aktivierung von CBD über Erhitzung – Decarboxylierung

Die Decarboxylierung über Erhitzung würden wir als die ursprünglichste Form der Cannabidiol bzw. allgemein der Cannabinoid Aktivierung bezeichnen. Dabei kommt es bei der Decarboxylierung mittels Hitze auf die Höhe der Temperatur an. Je höher die Temperatur, desto schneller wird CBDA in CBD umgewandelt. Man nennt diesen Vorgang auch umgangssprachlich „Cannabis backen“.

Nun könnte man man meinen, dass viel Hitze am effektivsten sei. Zeitlich gesehen schon. Jedoch werden bei Temperaturen jenseits der 200 Grad Celsius leider die im Cannabis enthaltenen und ebenfalls gesundheitlich relevanten Terpene zerstört.

Also wird bei einem guten CBD-Rohstoff die Erhitzung schonend und in der Regel zweistufig durchgeführt. Zuerst werden die Pflanzen auf etwas über 100 Grad Celsius erhitzt, um diese zu trocknen. In der zweiten Stufe werden die getrockneten Pflanzen nochmal auf über 120 Grad Celsius für etwas eine Stunde lang erhitzt um das Cannabidiol zu decarboxylieren.

CBD Extraktion mit Kohlenstoffdioxid

Die Extraktion mittels Kohlenstoffdioxid, wie sie bei hochwertigen CBD Ölen, z.B. beim von uns getesteten CBD Öl von Nordic Oil, zum Einsatz kommt, gilt als eine der effizientesten und schonendsten Methode. Zudem ist sie sehr umweltfreundlich.

Diese Methode kommt jedoch nicht bei allen Herstellern zum Einsatz, da das Equipment, das man zur CO2-Extraktion benötigt, sehr teuer in der Anschaffung ist. Zur Extraktion mittels Kohlenstoffdioxid, muss dieses in den superkritischen Aggregatzustand versetzen werden.

Beim superkritischen Aggregatzustand handelt es neben den üblichen drei Aggregatzuständen fest, flüssig und gasförmig um einen Vierten. Dieser ist jedoch recht unbekannt, da er unter normalen Druck- und Temperaturverhältnis nicht vorliegen kann. Um z.B. ein Gas in einen superkritischen Aggregatzustand zu versetzen sind Atmosphären mit extrem hohem Umgebungsdruck und / oder hoher Temperatur notwendig, wie sie nur künstlich mit High-Tech Equipment erzeugt werden können.

Das im superkritischen Zustand befindliche Gas, in unserem Fall CO2, verfügt über das Lösungsvermögen eines flüssigen Lösungsmittels, wobei die Viskosität eines Gases erhalten bleibt. Klingt etwas kompliziert, aber am praktischen Beispiel wird dieser Umstand etwas deutlicher.

Bei der Extraktion mit Kohlenstoffdioxid werden die Pflanzen in der Regel erst der zuvor beschriebenen (Teil-)Decarboxylierung unterzogen. Anschließend werden aus den „gebackenen“ Pflanzenteilen in einer speziellen Anlage mittels Kohlenstoffdioxid, welches in den superkritischen Aggregatzustand versetzt wird, alle wichtigen Pflanzenstoffe gelöst. Der superkritische Zustand von CO2 wird bei einer Temperatur von 31 Grad Celsius und einem Umgebungsdruck von 74 bar erreicht.

Das superkritische Kohlenstoffdioxid gelangt dabei durch seine sehr geringe Viskosität (Zähigkeit) durch die Pflanzenstruktur und löst alle wichtigen Pflanzenstoffe (Cannabinoide, Terpene, usw.) heraus.

Und jetzt kommt der nächste Vorteil der superkritischen CO2-Extraktion. Wird der Umgebungsdruck wieder heruntergefahren, so erreicht das Kohlenstoffdioxid ganz einfach den gasförmigen Zustand und tritt aus den gelösten Substanzen rückstandslos aus. Im geschlossenen System, kann das CO2 wieder rückgeführt und wieder verwendet werden, was sehr ressourcenschonend ist.

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass sie kaum Kontaminationen, z.B. in Form von Schwermetallen, aus der Pflanze löst. Man erhält mit dieser Methode also ein sehr reines Cannabis-Extrakt in natürlicher Zusammensetzung, bei der keine Inhaltsstoffe „beschädigt“ werden.

Um aus dem so gewonnenen Vollspektrum Cannabisextrakt die reinen Cannabinoide und Terpene zu erhalten, kann noch eine Winterisierung erfolgen. Dies geschieht über eine zweite Extraktion mittels Alkohol. Das Vollspektrum Cannabis-Extrakt wird hierbei in Alkohol eingelegt und später eingefroren, um so vorhandene Wachse und weitere Inhaltsstoffe zu separieren. Dies findet jedoch nicht immer statt und ist auch nicht zwingend notwendig, außer bei Produkten die über Vaporizer verdampft werden sollen.

 

Vorteile der Superkritischen Fluid Extraktion (SFE) mittels CO2:

  • CO2 ist gesundheitlich unbedenklich und kann leicht wieder extrahiert werden
  • Das gewonnene Extrakt enthält eine natürliche Zusammensetzung aller Pflanzenstoffe (Vollspektrum Öl)
  • Da bei hohem Druck keine hohen Temperaturen nötig sind, werden die Pflanzenstoffe nicht zerstört
  • Mögliche Kontaminationen mit Schwermetallen werden kaum bis gar nicht gelöst
  • Es entstehen keine umweltschädlichen Abfälle

Nachteile bei der SFE mittels Kohlenstoffdioxid:

  • THC wird ebenfalls gänzlich mit extrahiert
  • Lipide und Chlorophyll werden mitgelöst
  • Geschmack des Extrakts ist intensiver
  • Aufgrund des benötigten Equipments sehr teuer und kompliziert in der Durchführung
  • Es wird viel Energie benötigt, um die Anlage zu betreiben

CBD Öle, die mittels der CO2 Extraktion hergestellt werden:

  • Nordicoil – CBD Hanföl
  • CBD Vital – CBD-Öl Naturextrakt
  • Limucan – CBD-ÖL Natürlicher Hanfextrakt
  • HEALTH+ CBD-ÖL
  • Redfood CBD Öl

CBD Extraktion mit Alkohol

Bei der Extraktion mittels Alkohol müssen die Cannabispflanzen ebenfalls zuerst einer (Teil-)Decarboxylierung unterzogen werden. Diese Extraktionsform ist genauso wie die CO2-Extraktion einer sehr geläufige, effiziente und verbreitete Methode der CBD Gewinnung.

Hierbei werden nicht ganz so aufwändige Apparaturen benötigt, weshalb die Extraktion mittels Alkohol weniger kostenintensiv ist. Das Grundprinzip ist dabei ähnlich der bereits beschriebenen CO2-Extraktion, nur dass hier statt superkritischem Kohlenstoffdioxid, Alkohol als Lösungsmittel verwendet wird.

Da Alkohol in keinen superkritischen Zustand versetzt werden muss, kann die Extraktion hier bei normalem bis leicht erhöhtem Umgebungsdruck stattfinden.

Die industrielle Extraktion mit Alkohol ist ganz und gar nicht vergleichbar mit den Anleitungen für die Herstellung von Cannabisextrakten im Hausgebrauch. Bei der industriellen Variante kommt in der Regel zusätzlich noch Ultraschalltechnik zum Einsatz, mit der erreicht wird, dass der Alkohol in die Pflanzenzelle gelangt und die relevanten Pflanzenstoffe (Cannabinoide, Terpene, usw.) aufnimmt.

Die Extraktion mittels Alkohol in Verbindung mit Ultraschall gilt ebenfalls als schonend und effizient. Durch die Ultraschalltechnik werden die Zellwände durchdrungen und sehr viele Inhaltsstoffe gelöst. Zudem wird hier, im Gegensatz zum Beispiel zur CO2-Extraktion, das Pflanzenmaterial weniger mechanisch und thermisch belastet, da keine hoher Umgebungsdruck und keine hohe Temperatur notwendig sind. Bioaktive Verbindungen bleiben somit erhalten. Es ist sogar möglich mit kryogenem Alkohol, welcher auf ca. -70 Grad Celsius herunter gekühlt wird, die Extraktion durchzuführen. Hierbei wird eine sehr hohe Qualität des Cannabis-Extraktes erzielt.

Bei CBD-Produkten, die mittels Alkohol-Extraktion gewonnen wurden, gilt es jedoch auf ein paar Dinge zu achten.

  • Als Alkohol sollte möglichst reines Ethanol (Lebensmittelalkohol) verwendet werden, da nur dieser gesundheitlich vollkommen unbedenklich ist
  • Die Extraktion sollte bei niedriger Temperatur durchgeführt werden
  • Es sollte sich um eine Ethanol-Ultraschall-Extraktion handeln, damit möglichst die meisten Inhaltsstoffe aus dem Pflanzenmaterial gelöst werden

Vorteile der Alkohol (Ethanol) Ultraschall Extraktion:

  • Lebensmittelalkohol (Ethanol) ist völlig unbedenklich und kann leicht wieder extrahiert werden
  • Auch hier erhält man bei gemäßigter Temperatur in Verbindung mit Ultraschall ein Vollspektrum Extrakt
  • Cholorophyll wird nicht extrahiert, was für einen besseren Geschmack sorgt
  • Es entstehen keine umweltschädlichen Abfälle

Nachteile der Alkohol (Ethanol) Ultraschall Extraktion:

  • Die Durchführung ist durch die leichte Entzündlichkeit von Ethanol gefährlich
  • Bei verunreinigtem Pflanzenmaterial können Kontaminationen gelöst werden (hier die die Qualität des Pflanzenmaterials also besonders wichtig)

CBD Öle, die mittels der Alkohol Extraktion hergestellt werden:

  • CBD Vital – CBD Naturextrakt PREMIUM

Alkohol- vs. CO2- Extraktion – Welche Methode ist jetzt besser?

Wer hier eine klare Positionierung erwartet wird enttäuscht. Trotz vieler Recherchen und Dialoge mit Herstellern gibt es kein klares „Pro“ oder „Contra“ für eine der beiden Extraktions-Methoden. Beide haben sehr viele Vorteile und wenige Nachteile und wenn beide Methoden mit entsprechender Sorgfalt durchgeführt werden, erhält man sowohl bei der Alkohol-Extraktion mittels Ethanol und Ultraschall, sowie bei der CO2-Extraktion, sehr hochwertige und optimal bioverfügbare Vollspektrum-Cannabisextrakte, bei denen neben Cannabinoiden auch die wertvollen Terpene enthalten sind, die CBD und Co. in ihrer Wirkung verstärken und für den Entourage-Effekt sorgen.

Doch wie geht es jetzt eigentlich mit dem Cannabisextrakt weiter? Nach der Gewinnung des Extraktes  geht es an die Weiterverarbeitung. Je nach Anwendung und persönlichen Präferenzen machen manche Produkte mehr oder weniger Sinn. Z.b machen zur Behandlung von Hautproblemen Creme oder Balsam mehr Sinn, zur Einnahme für einen besseren Schlaf oder zu Beruhigung eher weniger. Aber nun erstmal Herstellung von CBD.

 

CBD Produkte – CBD Öl, Kapseln, Kristalle, Cremes, Balsam und vieles mehr

Das Thema Cannabidiol ist in jüngster Vergangenheit ziemlich groß geworden. So auch die Produktvielfalt. Die wohl bekannteste Form dürfte das klassische CBD Öl in verschiedenen Konzentrationen sein. Aber es gibt auch weitere Einnahmeformen, die sich in Zusammensetzung und Anwendung mehr oder weniger unterscheiden.

CBD Öl

Fast schon der Klassiker unter den CBD Produkten. Doch CBD Öl ist nicht gleich CBD Öl. Hinsichtlich der Zusammensetzung und Dosierung gibt es große Unterschiede. So gibt es vom reinen CBD Öl, das lediglich Cannabidiol und nicht das volle Spektrum an Wirkstoffen der Cannabispflanze enthält, bis zum hochdosierten Vollspektrum CBD Öl, das CBD auch noch als CBDa sowie diverse Terpene und Flavonoide enthält, so ziemlich alles.

Übliche Konzentrationen bei CBD Ölen sind 5%, 10%, 15% und maximal 20%. Wir empfehlen immer mit einem 5%igem CBD Öl anzufangen

Besser, aufgrund des weiter oben erklärten Entourage Effekts, ist grundsätzlich das Vollspektrum Öl. Denn nur bei diesem kommt man in den Genuss der positiven Wechselwirkung der Pflanzenstoffen und besseren Bioverfügbarkeit derselbigen.

Darüber hinaus sollte man auch auf das Öl achten, in dem der CBD Extrakt gelöst wurde. Am besten ist natürlich, wenn es sich um Vollextrakte in Hanföl handelt, wie es bei den von uns empfohlenen CBD Ölen von Nordicoil und CBD-Vital der Fall ist.

Je nachdem, wie das CBD-Öl gewonnen wurde variiert der Geschmack etwas. Während mittels der CO2-Methode gewonnen CBD Öle eher scharf und bitter schmecken, schmecken mittels Alkohol-Extraktion gewonnene Öle milder und nussiger. Dies liegt an den je nach Extraktionsmethode unterschiedlichen gelösten Pflanzenstoffen.

CBD Kapseln

Hier können wir einfach schreiben: Siehe CBD Öl. Denn CBD Kapseln ist letztlich nicht anders als in Kapselform gebrachtes CBD-Öl. Ein paar Worte möchten wir dennoch noch dazu geben.

CBD Kapseln sind zwar sehr einfach und bequem in der Einnahme, jedoch haben sie nicht gerade umgewichtige Nachteile. Sie lassen sich nicht so fein Dosierungen und die Wirkung ist unserer Erfahrung nach etwas schlechter, da die Wirkstoffe nicht schon über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können. CBD Öl soll man ja erst eine Zeit lang im Mund behalten, bevor man es schluckt. Bei Kapseln geht dies nicht.

Ein weiterer Nachteil ist der Preis. Kapseln sind grundsätzlich im Bezug auf den Wirkstoffgehalt wesentlich teurer. Aus diesem Grund raten wir definitiv zum Öl!

CBD Kristalle

Unterschiede

Was wann anwenden?

 

Dosierung und Einnahme von CBD

 

Nebenwirkungen und Gefahren von CBD

Da CBD nicht psychoaktiv wirkt gibt es keine Gefahren auf psychischer Ebene bzw. hinsichtlich drohender Abhängigkeit. Auch toxische Nebenwirkungen von CBD konnten bisher selbst bei hohen Dosierung nicht festgestellt werden. Jedoch gilt natürlich auch hier der allgemeine Grundsatz: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von CBD-Öl auftreten?

CBD ist nichts für Schwangere!

Zuerst das Wichtigste. Du bist schwanger? Dann kein CBD für dich! Der Grund liegt darin, dass Cannabidiol die Enzyme beeinflusst, die funktional die Plazenta beeinflusst. Deshalb sollten Cannabinoide während der Schwangerschaft absolut tabu sein und selbst in geringen Dosierungen nicht eingenommen werden.

CBD kann den Augeninnendruck erhöhen!

Wo THC bei Glaukom hilft bewirkt CBD das Gegenteil. Eine im Jahr 2006 publizierte Studie von Tomida et al beschäftige sich mit der Wirkung von Cannabinoiden auf den Augeninnendruck. Dabei wurd – wie allgemein bekannt – festgestellt, dass THC in der Lage ist den Augeninnendruck zu senken. Bei CBD konnte hingegen dieser Effekt nicht festgestellt werden. Im Gegenteil! Bei hochdosierte Cannabidiol Gabe erhöhte sich der Augeninnendruck binnen vier Stunden nach Einnahme.[18]Du leidest unter erhöhtem Augeninnendruck? Für dich ist CBD leider auch nichts.

CBD kann die Wirkung von Medikamenten beeinflussen!

CBD kann in hohen Dosen den hepatischen Arzneimittelstoffwechsel beeinflussen. Dies liegt daran, dass CBD, wie bereits beim ersten Punkt erwähnt, die Aktivität von Enzymen beeinflusst. So auch Leberenzyme, die wiederum mit Arzneimitteln interagieren. Zwar ist dies nur bei sehr hohen Dosen der Fall und auch nur in geringem Maßen – ähnlich wie, wenn man eine Grapefruit isst, die auch enzymbeeinflussend wirkt – dennoch sollte man dies be oder CBD Einnahme beachten. Wenn der Arzt beim verordneten Medikament also von der gleichzeitigen Zufuhr einer Grapefruit abrät, dann solltest du auch kein CBD einnehmen. Zumindest nicht gleichzeitig mit dem Arzneimittel. Zeitversetzt, sieht dies wieder anders aus.

Trockenes Mundgefühl durch CBD!

Gesundheitlich nicht wirklich bedenklich aber eventuell unangenehm und wahrscheinlich auch am schnellsten wahrnehmbar. In diversen Erfahrungsberichten von CBD-Konsumenten wird doch das ein oder andere Mal von einem trockenen Mund berichtet. Es ist naheliegend, dass das Endocannabinoid System auch an der Regulierung der Speichproduktion beteiligt ist und CBD diese somit herunterreguliert. Einfach in paar Schlücke Wasser trinken und fertig.

Niedriger Blutdruck durch CBD!

CBD wirkt entspannend und beruhigend. So können hohen hohe Dosierungen auch mal den Blutdruck spürbar senken. Jeder der schonmal niedrigen Blutdruck hatte, weiß um die Symptome. Schwindel, Benommenheit und Müdigkeit treten auf. Kommst du in den „Genuss“ dieser Nebenwirkung, dosiere das nächste Mal CBD niedriger. Um akut Abhilfe zu schaffen, wenn es zu unangenehm wird, greife am besten zu einer Tasse Kaffee, denn Koffein wirkt genau andersherum und steigert den Blutdruck.

Weitere Nebenwirkungen von denen berichtet wird.

Seltener liest man unter Erfahrungsberichten von CBD-Nutzern, dass diese unter Einschlafproblemen nach der CBD-Einnahme und unter mangelndem Appetit litten. Diese Nebenwirkungen sind äußert selten und als eher individuell einzustufen.

 

Wie sicher ist CBD?

Unseren Recherchen nach gilt CBD nach aktuellen Erkenntnissen als sehr sicher. Einzig bei Schwangeren raten wir grundsätzlich und gänzlich von der Einnahme sämtlicher CBD-haltiger Produkte ab.

Ansonsten treten die meisten Nebenwirkungen erst bei sehr hohen Dosierungen und auch nur sporadisch auf. Wir empfehlen daher sich immer an denpersönlichen „Sweet Spot“ heranzutasten und nicht gleich mit dem am höchsten konzentrieren CBD-Öl mit 10 Tropfen anzufangen. Dann sollte auch nicht schief gehen und man von CBD profitieren.

 

Unsere Erfahrungen aus Tests verschiedener CBD Öle

 

Häufige Fragen zu CBD

 

[1]Katja Wohlers (2019). Wie Cannabis wirkt: Canna­bi­noide und ihre Rezep­toren. Artikelserie der Techniker Krankenkasse zu Cannabis.

[2]Mechoulam, R. & Parker, L. (2013). The Endocannabinoid System and the Brain. Annual Review of Psychology, 64, 21-47.

[3]Moreira, F. A. & Lutz, B. (2008). The endocannabinoid system: emotion, learning and addiction. Addiction Biology, 13, 196-212.

[4]Bundesamt für Gesundheit der Schweiz BAG (2019). Cannabidiol (CBD) – Übersichtsstudie. Faktenblatt.

[5]https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/npp/forschungsberichte/forschungsberichte-cannabis/cbd-analyse-situation.pdf.download.pdf/Rapport%20CBD%20Final.pdf

[6]Hill MN et al (2010). Endogenous cannabinoid signaling is essential for stress adaptation.Proc Natl Acad Sci U S A. 2010 May 18;107(20):9406-11

[7]Senst L, Bains J (2014). Neuromodulators, stress and plasticity: a role for endocannabinoid signalling.J Exp Biol. 2014 Jan 1;217(Pt 1):102-8.

[8]Pava MJ et al (2016). Endocannabinoid Signaling Regulates Sleep Stability.

[9]Kimberly A. Babson, James Sottile, Danielle Morabito (2017). Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature.

[10]Heike Führ (2018). Kann CBD bei MS helfen? Mehr Lebensqualität mit Cannabidiol. Blickpunkt-Ausgabe 02/2018. MSK e. V. – Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e. V.

[11]Elizabeth Limbach (2016). Cannabis Saved My Life. 1. Auflage, Whitman Pub LLC

[12]Thorsten Rudroff und Jacob Sosnoff (2018). Cannabidiol to Improve Mobility in People with Multiple Sclerosis. Front Neurol.

[13]Vanessa P. Soares und Alline C. Campos (2017). Evidences for the Anti-Panic Actions of Cannabidiol. Curr Neuropharmacol.

[14]https://news.medicalmarijuanainc.com/study-finds-cbd-based-topical-improves-skin-appearance/

[15]Kogan NM et al (2015).Cannabidiol, a Major Non-Psychotropic Cannabis Constituent Enhances Fracture Healing and Stimulates Lysyl Hydroxylase Activity in Osteoblasts.

[16]Dr. Bin Qin et al (2015). An Unusual Chimeric Diterpene Synthase from Emericella variecolor and Its Functional Conversion into a Sesterterpene Synthase by Domain Swapping.

[17]Dr. Ethan B Russo (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid‐terpenoid entourage effects.

[18]Tomida I. et al (2006). Effect of sublingual application of cannabinoids on intraocular pressure: a pilot study.349-53.

Nico

Nico ist Vollblutsportler aus dem schönen Bayern und hat seit vielen Jahren mehrere Sportarten erfolgreich ausgeübt. Fitness und Kraftsport über er seit mittlerweile 13 Jahren aus und hat sich ein fundiertes Wissen in den Bereichen: Training, Trainingslehre, Ernährung und Nahrungsergänzungen angeeignet. Unser Experte ins Sachen Training, Trainingslehre & Supplementierung.

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