Gesundheit

Testosteronmangel – Was ist das genau?

Testosteron ist eines der Sexualhormone des Mannes und ist nicht nur alleine für die sexuelle Lust zuständig. Über das Blut wird das Hormon mithilfe eines anderen Proteins zu diversen Organen transportiert. Somit gibt es verschiedene Wirkungsweisen- und orte von Testosteron. Ein Testosteronmangel beim Mann kann die Lebensqualität deutlich einschränken, lässt sich aber gut behandeln und auch wieder komplett ausgleichen. Die Ursachen für einen solchen Mangel sind unterschiedlich: häufig ist es eine Erscheinung die mit dem Alter auftritt, kann allerdings auch andere Ursachen haben, die dann ärztlich abgeklärt werden müssten.

Wie erkennt man einen Testosteronmangel beim Mann überhaupt?

Da es viele Organe gibt, die passende Rezeptoren für Testosteron haben, gibt es viele verschiedene Indizien für einen entsprechenden Mangel. Grundsätzlich gilt, dass man ab dem 40. Lebensjahr damit rechnen muss, dass die Testosteron-Produktion zurückgeht. Jeder Mensch ist anders, dementsprechend verhalten sich auch die Symptome bei einem Testosteronmangel beim Mann ganz individuell. Es gibt Männer, die leiden ihr Leben lang kein einziges Mal an einem zu niedrigem Testosteronspiegel und andere haben da häufiger mit zu kämpfen.
Folgende Punkte sind nur Richtwerte. Es müssen nicht immer alle Punkte gleichzeitig auftreten, genauso wenig wie man einen Testosteronmangel beim Mann sofort sicher diagnostizieren kann, nur weil einer oder mehrerer dieser Punkte vorliegen.
Grundsätzlich gilt: Überprüft wird das Ganze immer von einem Arzt.

Punkt 1: Der wohl offensichtlichste Punkt ist die sexuelle Unlust. Da Testosteron das wichtigste Sexualhormon des Mannes ist, kann ein verringertes sexuelles Verlangen ein Indiz für einen Mangel sein. Das sollte man über mehrere Tage oder Wochen beobachten. Stress im Alltag kann durchaus auch ein Auslöser für Müdigkeit und dementsprechend für sexuelle Unlust sein. Außerdem ist es immer ratsam Vergleiche zu ziehen: hat sich am sexuellen Verlangen in den letzten Wochen und Monaten etwas zu zuvor verändert?

Punkt 2, der thematisch zum ersten Punkt passt, ist die Erektionsstörung. Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass gar keine Erektion zustande kommt, häufig fängt es damit an, dass diese erst einmal nur schwächer wird. Das sollte man im Auge und im Hinterkopf behalten, dass solche Störungen immer eine Ursache haben und dass man diese sogar behandeln kann.

Punkt 3: Auch die Psyche kann deutlich betroffen sein, wenn ein Testosteronmangel beim Mann vorliegt. Stimmungsschwankungen, Gefühl von Depressionen, Antriebs- und Lustlosigkeit als auch Reizbarkeit können alles Indizien für einen Testosteronmangel beim Mann sein. Hier bei sollte man allerdings darauf achten, dass diese Symptome eigenständig natürlich auch auf andere Krankheiten hinweisen können. In Verbindung mit einem der anderen Punkte sollte man seinen Arzt auf jeden Fall darauf ansprechen.
Auch Schlaflosigkeit und Gedächtnisprobleme können auftreten, wenn der Testosteronhaushalt beim Mann nicht mehr ausreichend ist.

Punkt 4: Für die Ausprägung einiger „männlicher Merkmale“ ist ebenfalls das Hormon Testosteron zuständig. Darunter fällt beispielsweise die Ausbildung von Brust- und Barthaaren. Auch für den Muskelaufbau und die Muskelkraft ist es verantwortlich und somit lässt sich ein Mangel häufig auch an diesen Merkmalen erkennen. Wenn die Körperbehaarung zurückgeht und der Bauchumfang wächst, können das Hinweise sein. Auch die Muskeln werden mit der Zeit immer schwächer und fangen an sich irgendwann zurückzubilden (je nach Training).

Punkt 5: Die Potenz ist ebenfalls etwas, was von Testosteronmangel beim Mann beeinträchtigt werden kann. Testosteron wird mithilfe eines Proteins in die Samenkanälchen transportiert und sorgt dort dafür, dass Spermatiden zu Spermien heranreifen. Wenn diese Reifung nicht mehr stattfinden kann, ist die Fruchtbarkeit des Mannes bedroht. Auch hier gilt allerdings, dass man seine Hypothesen immer von einem Arzt untersuchen lassen sollte. Nicht jede Frau wird sofort schwanger – das kann keinen Rückschluss auf die Fruchtbarkeit des Mannes zulassen.

Punkt 6: Häufig wird der Rückgang der Testosteron-Produktion auch als Wechseljahre des Mannes bezeichnet. Der Hormon-Haushalt verändert sich und bringt einige Probleme mit sich. Ein Zeichen dafür, können dementsprechend auch Schweißausbrüche sein. Wenn man vorher selten mit so etwas zu tun hatte und ab einem gewissen Punkt bemerkt, dass man häufiger auch ohne Grund in Schweiß ausbricht, dann sollte man das weiterhin im Auge behalten. Diese Schweißausbrüche sollten dann auch wieder zurückgehen, sobald der Testosteronhaushalt wieder „aufgefüllt“ wurde.

Richt- und Messwerte

Der Normalwert bei Männern hängt vom Alter ab, weswegen man gar keinen Pauschalwert nennen kann. Grundsätzlich gilt auch, dass der Wert frühmorgens am höchsten ist und gegen Nachmittag seinen Tiefpunkt erreicht. Nachdem die Geschlechtsreife beim Mann erreicht wurde, liegt der Normalwert zwischen 13 und 23 nmol/l. Hierbei gilt die Faustregel, dass der Mittelwert für jüngere Männer bei ca. 16 liegt bei älteren Männern bei ca. 18. Dank einer Studie konnte bewiesen werden, dass auch die Schlafdauer- und qualität diesen Wert ebenfalls beeinflussen kann.
Diese Werte kann man zu Hause nicht überprüfen. Bei Verdacht auf einen Testosteromangel beim Mann sollte man einen Arzt aufsuchen und dieser überprüft mithilfe eines Bluttests diese oben angegebenen Werte.

Testosteronmangel natürlich beheben

Die Behandlung ist häufig sehr einfach. Manchmal kann es schon genügen seinen Alltag gesünder zu gestalten. Dazu zählt die Ernährung, ausreichend Bewegung und Sport, sowie der gesunde Schlaf. Sollte das nicht ausreichen, besteht auch immer noch die Möglichkeit einer Behandlung durch medikamentöse Behandlung: durch Cremes, Sprays, Tabletten oder auch Pflaster. Es gibt auch sogenannte Testosteronbooster, die schnell dafür sorgen diesen Spiegel wieder anzuheben und das Testosteron erhöhen. Ganz wichtig dabei ist, dass diese Therapie durch den eigenen Arzt verschrieben und überwacht wird. Man muss nämlich darauf achten, dass dem Körper nur so viel Testosteron zugeführt wird, wie er selbst auch produzieren würde – ansonsten zieht das unerwünschte Konsequenzen mit sich. Grundsätzlich sollte aber immer zuerst versucht werden, den Testosteronmangel natürlich beheben, denn diese Ergänzungsmittel können natürlich auch alle diverse Nebenwirkungen haben.

Mögliche Folgen eines längeranhaltenden Mangels

Es ist wichtig, die Symptome von einem Testosteronmangel beim Mann zu kennen und zu erkennen, dennoch sollte man sich auch darüber im klaren sein, dass ein längeranhaltender Mangel zu unerwünschten Konsequenzen führen kann. Osteoporose (Knochenschwund) kann durch einen solchen Mangel ausgelöst werden, sowie die Zuckerkrankheit Diabetes. Beides sind Krankheiten, die einen begleiten, selbst wenn der Mangel schon ausgeglichen wurde. Auch das Herz und die Gefäße könnten betroffen sein, was zu einem zu hohen Cholesterinspiegel führen kann (der wiederrum ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hervorruft) oder auch Aterienverkalkung (Gefäßverstopfung) sind mögliche Folgen.

Also gilt, dass ab einem gewissen Alter eine Aufmerksamkeit für den eigenen Körper unerlässlich ist. Dieser gibt häufig Signale, die nicht ignoriert werden dürfen. Oft sind diese Symptome nur in Zusammenhang wirklich auffällig, dennoch sollte man den Arzt lieber einmal zu oft konsultieren, als zu wenig. Ein einfacher Bluttest gibt ja schon Aufschluss über die vorherrschende Situation. Sollten nur zwei der oben genannten Punkte auftreten oder möglicherweise sogar nur einer, kann das auch ein Hinweis auf eine andere Krankheit oder ein Mangel darstellen – so oder so, man sollte auf seinen eigenen Körper hören und einen Arzt aufsuchen.

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http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19910330?dopt=Abstract

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