Diät Lebensmittel, die Wahrheit über Light-Produkte

Diät Lebensmittel, sinnvoller Abnehm-Tipp oder Lüge der Konsumindustrie? Oder vielleicht sogar beides?

Über Light-Produkte und Diät Lebensmittel hört man eine ganze Menge im Alltag: Gesundheitsschädlich, krebserregend, hat doch Kalorien, hat keine Kalorien, hilft beim Abnehmen, hilft nicht beim Abnehmen, und so weiter… Da ich selbst erst eine harte Diät hinter mir habe ( 95->85 kg in 4 Monaten), aber jemand bin, der sehr ungern verzichtet, habe ich mich aus seriösen Quellen mal schlau gemacht, was denn nun wirklich wahr ist. Hier möchte ich euch meine Ergebnisse vorstellen (Da ich selbst nebenher bei Coca-Cola arbeite, habe ich hier als Beispiel häufig die „Light“-Cola genommen, die aber nicht speziell auf die von Coca-Cola abzielt, sondern stellvertretend für jedes „Light“-Produkt und Diät Lebensmittel stehen soll).

Diät Lebensmittel
Diät Lebensmittel – was können sie?

Dabei kläre ich unter anderem folgende Aspekte:

  • Was bedeutet eigentlich genau „Light“/ Light-Begriff aus rechtlicher Perspektive
  • Was ist gut und was ist schlecht an Light-Produkten => Fazit
  • Was ist an Light-Cola anders als an Normal-Cola?
  • …Und was hat es mit „Zero“ auf sich und diesem neue Stevia-Wundermittel?

Zunächst eine rechtliche Definition des „light“-Begriffs

diät lebensmittel

Es gibt keine lebensmittelrechtliche Grundlage, ab wann sich ein Produkt „Light“ nennen darf. Ich kann also theoretisch die nächstbeste Kuh melken, die Milch abfüllen und verpacken, und dann die eine Hälfte als „Light“, die andere als „normal“ deklarieren, obwohl in beiden Packungen das selbe Produkt enthalten ist. Dies allein wäre ja noch nicht so wild, werdet ihr denken, man hat ja zur Feststellung der Kalorienmenge noch die Nähwertangaben. Ob ein Produkt wirklich „leicht“ ist oder nicht, kann man ja daran immer noch ablesen.

Dies ist zwar richtig, aber die Richtung, in die es in der Realität geht, ist eine vollkommen andere, die diese Gesetzeslücke auch offen hält: Zwar sind die „Light“ Colas stark kalorienreduziert, allerdings zu welchem Preis? Wenn „Light“ draufsteht, dürfen nämlich immer noch alle möglichen Imitate, Stabilisatoren, Emulgatoren, Farb-, Aroma-, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, etc. enthalten sein, da es ja, wie oben schon genannt, keine rechtlichen Einschränkungen gibt.

 

Negative Aspekte der Diät Lebensmittel

Und genau das ist der Trick der großen Konzerne: Während in einer normalen „Cola“ fast ausschließlich natürliche Stoffe vorkommen, ist in der Light-Variante alles ersetzt, was der Körper zu Energieträgern weiterverarbeiten kann. Fett- und Zuckerersatzstoffe, die unverdaut den Körper wieder verlassen, sind hier allerdings nicht die einzigen künstlichen Bestandteile.

Da der Geschmack, die Farbe, die Konsistenz, Haltbarkeit etc. sich durch Ersetzen der Bestandteile ändert, müssen noch hunderte weitere Stoffe hinzugefügt werden, um das Produkt wieder scheinbar so aussehen zu lassen, wie das Original. Hierbei werden zum Beispiel „Anti-Durchfall-Mittel“ hinzugefügt, die deshalb in der Verdauung dringend notwendig sind, weil die unverdauten Fettersatzstoffe im Stoffwechsel Schäden anrichten und das Produkt sich schlecht verkaufen würde, wenn klar werden würde, dass es Durchfall verursache.

Auch Konservierungsstoffe, die ja schon seit Jahren im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen, kommen häufig zum Einsatz. Die Folge: Eine Studie hat ergeben, dass bereits eine tägliche Einnahme von zwei Gläsern „Light“-Cola über einen überschaubaren Zeitraum(habe leider keine Quelle über die genaue Dauer) die Nierenfunktion schädigen kann.

Weitere Aspekte der Diät Lebensmittel

Eine weitere Konsequenz der künstlichen Ernährung ist, wie einige Studien besagen, die Verfälschung des natürlichen Hungergefühls: Wie ihr sicher schon in diesem Blog, bei Flavio Simonetti oder auf anderen Abnehmseiten gelesen habt, ist das wichtigste bei einer Diät, natürliche Produkte zu essen (Rohkost, Vollwertkost). Wenn der Organismus nicht durch synthetische Stoffe in die Irre geführt wird, kann unser Körper eigentlich sehr gut das Hungergefühl so regulieren, dass wir genau so viele Stoffe zu uns nehmen, wie wir täglich zum Leben benötigen.

Durch Weißmehlprodukte, Geschmacksverstärker, etc. wird dieses Hungergefühl allerdings verfälscht, wir haben Hunger auf mehr Nahrung, als wir brauchen, bzw. das Sättigungsgefühl tritt langsamer ein. Genau dieser Effekt tritt auch bei „Light“-Produkten auf. Versuche an Ratten zeigten, dass Ratten, die teilweise statt normalem Essen „Light“-Produkte erhielten, insgesamt mehr aßen und insgesamt dicker wurden als andere und auch nach Absetzung der „Light“-Nahrung nicht wieder abnahmen.

Genau diesen Effekt versuchen wir ja während einer Diät zu vermeiden, er ist suboptimal, wenn es für uns darum geht, weniger zu essen.

An dieser Stelle muss allerdings fairerweise dazu gesagt werden, dass es auch viele Studien gibt, die keine Hungerzunahme durch künstliche Süßmittel feststellen konnten (Wie Churchill schon sagte: „Ich traue keiner Studie, die ich nicht selbst gefälscht habe!“), es ist also wirklich ein schwieriges Unterfangen, hierüber sicher zu urteilen.

 

Positive Aspekte der Diät Lebensmittel

Auf der „Pro“-Seite muss festgestellt werden, dass die Nährwertangaben auf den „light“ Produkten nicht gelogen sind, light-Cola, light-Chips, etc. also tatsächlich die entsprechend geringe Menge an Kalorien aufweisen (Bsp.: Cola Light: 0,25 kcal/100ml). Außerdem sind, wie oben schon angemerkt, viele Studien, die sich gegen „Light“ aussprechen, mit Vorsicht zu genießen, da 1. meist an Ratten, Mäusen, etc. getestet wurde, nicht an Menschen und 2. meist mit zu hohen Dosen von schädlichen Stoffen experimentiert wurde, die bei normalem Konsum vom Light-Produkten nie erreicht werden (Selbst von zu viel Wasser kann man sterben!) und es viele Studien gibt, die keine negativen Auswirkungen feststellen konnten.

Update:

Die SZ online veröffentlichte einen Artikel, der nochmal die Probleme von Zuckeraustauschstoffen verdeutlicht. Oben genanntes Stevia wird sehr häufig als Alternative genutzt, dabei vergessen jedoch viele, dass auch solche Produkte den Zuckerspiegel erhöhen. Die unnatürliche Verarbeitung, die es zu weißem Stevia-Pulver macht und auch die flüssige Variante würden diese Eigenschaft mitbringen, so die SZ: Empfehlenswert soll demnach nur das natürliche, unverarbeitetete Stevia Kraut und die natürliche Verarbeitung sein.

Andere Alternativen wie der Agavendicksaft, Honig oder Fruchtzuckerprodukte sollen noch schlechter sein und seien deshalb ebenfalls nicht zu empfehlen. Sogar noch schlechter als Haushaltszucker! Süßstoffe wie Aspartam, Accessulfam und Co sollen die Spitze des Eisberges sein. Sie schäden nicht nur der Darmflora und den darin lebenden Bakterien, sondern fördern zudem noch die Gewichtszunahme und Diabetes. Diät Lebensmittel bringen also wie ich bereits erwähnt habe ihre Tücken mit, man sollte also genau abwiegen, was man seinem Körper antut. Eine langfristige Ernährungsumstellung ist sicher die bessere Wahl!

Fazit über die Diät Lebensmittel

Wer sich zum Essen ab und an ein Glas Cola-Light gönnen möchte, oder vor dem schlafen gehen keine Kalorien mehr aufnehmen möchte, sich aber trotzdem dem genüsslichen Geschmack nicht verwehren kann, für den ist der Konsum von light-Produkten in überschaubarem Umfang nicht abzulehnen. Ich selbst kenne das Gefühl, sich während einer Diät nichts mehr gönnen zu können und fand es in erster Linie grausam. Daher kann aus psychologischer Sicht also ein Glas Cola-light oder auch mal eine Portion „light“-Chips als Belohnung für die konsequente Diät sehr gesund sein. Allerdings sollten „light“-Produkte und Diät Lebensmittel die Ausnahme bleiben und einen gesunden Ernährungsplan auf Basis von natürlichen Produkten nicht ersetzen oder einschränken! Vor allem vor übermäßigem Konsum von Light-Produkten im Zuge einer Diät kann ich euch nur abraten.

 

…Und was ist jetzt mit den Zero Sachen? Sind das komplett neue Produkte?

Klare Antwort: Nein! Die Zero-Bezeichnung, die bei vielen Cola-Marken zu finden ist (Fanta, Sprite, MezzoMix, NesTea,… gehören alle zu Coca Cola!), ist nur ein Produkt von CCs Marktforschungs- und Marketingabteilung, die festgestellt hat, dass Männer keine „light“-Produkte kaufen. Also wurde ein einziger Bestandteil der Coca-Cola-Light minimal verändert, was sich aber zu 0,00% auf den Stoffwechsel oder den Geschmack auswirkt (Alle vermeintlichen Unterschiede sind eingebildet!), und schon war Coca-Cola-Zero geboren. Wer es nicht glauben will, der schaue sich bitte mal die Gewinnspiele aus dem Jahr 2010 auf den jeweiligen Produkten an: Mit CCLight ging es nach Mailand auf einen Shoppingtrip, mit CCZero zum Fußball-WM-Finale…

 

…und was ist Stevia?

Stevia ist ein natürlich vorkommender Stoff, der hier seit diesem Jahr als Extrakt verkauft werden darf und genau wie die künstlichen Süßstoffe in der Cola light nicht vom Körper verarbeitet werden kann, also „keine Kalorien“ hat. Es ist allerdings nicht schädlich für den Körper (Über solche Studien habe ich oben schon genug gesagt, ich gebe hierfür keine 100%ige Gewähr), soll angeblich sogar vor Krebs und Karies schützen, und es ist genau deshalb ein echter Geheimtipp, weil im Vergleich zu normalem Zucker und Ersatzstoffen angeblich kein Insulin ausgeschüttet wird, der Körper also keinen zusätzlichen Appetit bekommt!

Ich selbst habe mit Stevia während meiner 10kg-Abnehmphase (vom Juni bis zum 1.09.12) immer meinen Tee, der dann wirklich so gut wie 0 kcal hatte, und Magerquark gesüßt, sodass ich ihn permanent pur gegessen habe, bis auf die „härtere“ Konsistenz schmeckt der dann auch wie Joghurt. Und dreimal dürft ihr raten, wer sich schon vor der EU-weiten Zulassung von Stevia zum Jahr 2012 die meisten Patente daran gesichert hat: C*** C***!!!

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Sebastian

Sebastian ist seit mehr als 20 Jahren leidenschaftlicher Sportler. Er beschäftig sich im allgemeinen mit Training, Trainingslehre aber auch gesunder Ernährung und Supplementen. Unser Experte für Nahrungsergänzungen & Medizin

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