Nahrungsergänzungsmittel Mythen einmal anders: Schluss mit Halbwahrheiten

Gerade in der Fitness-Szene sind Nahrungsergänzungsmittel längst keine Geheimtipps mehr. Dennoch gilt: Nur wer die Mittel sinnvoll auswählt, in den richtigen Ernährungsplan einrahmt und keine überzogenen Erwartungen hat, für den entfaltet sich der volle Mehrwert von Nahrungsergänzungsmitteln.

Nahrungsergänzungsmittel Mythen: Online-Welt verhilft N zu größerer Bekanntheit

Nahrungsergänzungsmittel sind durch die Möglichkeiten des Online Shoppings leichter denn je erhältlich. Gleichzeitig steigt auch der Informationsgehalt, denn Shops wie Multipower stellen nicht nur Produkte aus, sondern erläutern auch Hintergründe und Zusammenhänge. Also alles im Lot im Land der Nahrungsergänzungsmittel? Nicht ganz – denn obwohl die Mittel nachgewiesenermaßen positive Effekte bringen, machen immer noch Missverständnisse die Runde. Diese betreffen vor allem das grundlegende Wesen von Nahrungsergänzungsmitteln und bedürfen aufklärender Worte.

Wichtig: der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und Nahrung

Für maximale Resultate müssen Nahrungsergänzungsmittel als das gesehen werden, was sie sind – nämlich ein Mittel zur sinnvollen Ergänzung. Unabhängig vom Zweck der Ergänzungsmittel ist eine ausgewogene, gesunde Nahrung immer noch der Grundstein, auf dem alles Weitere aufbaut. Vermeintliche Diäten, bestehend aus Hungerkur und ausschließlicher Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, sind somit keinesfalls produktiv; ganz im Gegenteil, sind sie schlecht für den Stoffwechsel, verringern Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden, außerdem steigt das Risiko des JoJo-Effekts.

Irrglaube: Nahrungsergänzungsmittel verleihen übernatürliche Kräfte

Nahrungsergänzungsmittel Mythen
Nahrungsergänzungsmittel Mythen – Foto: istock.com/ phototake

Logischerweise ist das nicht der Fall. Dennoch beobachten Fitness-Experten immer wieder (vorwiegend junge) Menschen, die nach Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu deutlich schwereren Hanteln greifen. Die Folge: Der Körper ist auf die Mehrbelastung nicht vorbereitet und trägt Verletzungen davon, sei es, da die Übungen nicht sauber durchgeführt werden oder weil die Muskulatur bis jenseits ihrer Grenzen getrieben wird. In jedem Fall sind ein schmerzender Körper sowie eine schlechtere Moral die Konsequenz; das Bild von Nahrungsergänzungsmittel gerät dadurch in ein schlechteres Licht. Die Essenz deswegen: Nahrungsergänzungsmittel wie Creatin können bei Steigerungsvorhaben behilflich sein, allerdings nur innerhalb eines gesunden Rahmens. Kein legales Mittel verleiht übermenschliche Kräfte, mit denen das Gewicht plötzlich um zehn Prozent gesteigert werden kann.

Irrglaube Nummer 2: Ohne Nahrungsergänzungsmittel geht es nicht

Auch das stimmt nicht. Wer sich ausgewogen ernährt, der bezieht alle Nährstoffe, die er für ein gesundes Leben benötigt. Nahrungsergänzungsmittel helfen allerdings bei der Optimierung: Ganz besonders beim Sport, aber auch bei der Leistungsfähigkeit im Alltag, kann man mit Nahrungsergänzungsmitteln die letzten Prozent herauskitzeln. Hochwertige Produkte sind dabei vorzuziehen: Billige Präparate sind oftmals nur ein Etikettenschwindel und auch wenn pauschale Aussagen schwierig sind, ist der Unterschied zwischen Discount-Produkten und günstiger Markenware recht groß.

Diese Nahrungsergänzungsmittel können wir persönlich empfehlen:

Diese Hersteller können wir empfehlen:

Nachholbedarf oder nicht? Ein Blick auf die Top 3 Vitamine

Nahrungsergänzungsmittel & Mythen
Nahrungsergänzungsmittel und deren Mythen – Bild: istock.com/ Juanmonino

Und nun der Blick auf die Zahlen. Im Rahmen einer Erhebung wurde untersucht, welcher Nährstoff in welcher Menge bei wie großen Teilen der Bevölkerung vorhanden ist. Daraus ergeben sich Aussagen bezüglich des Nachholbedarfs, der mit Nahrungsergänzungsmitteln umgesetzt werden kann:

  • Vitamin A: Unter allen A-Vitaminen ist Retinol der wichtigste Stoff. Retinol wirkt sich positiv auf Körperfunktionen wie das Sehvermögen und das Nervensystem aus. Laut Statistik erreicht ein großer Teil der deutschen Bevölkerung den empfohlenen Referenzwert von 0,8 mg pro Tag. Das ist eigentlich nicht überraschend, denn Vitamin A wird zwar benötigt, allerdings nicht in großen Mengen.
  • Vitamin D: Bekanntlich ist Vitamin D gut für die Knochen und die Zähne, außerdem ist es eine universelle Stärkung in allen Jahreszeiten, sei es gegen die sommerliche Sonnenallergie oder gegen die Grippe im Winter. Leider zeigt sich ausgerechnet bei Vitamin D eine leichte Nachlässigkeit unter den Deutschen: Empfohlen ist eine Zufuhr von 5 µg täglich, tatsächlich sind es jedoch nur 4,6 µg bei Männern und 3,1 µg bei Frauen. Von einem Defizit von klinischer Bedeutung kann dabei nicht die Rede sein; dennoch ist es ratsam, den Speicher bewusst aufzustocken, und sei es nur, um die nächste Erkältung ein Stück unwahrscheinlicher zu machen.
  • Vitamin C: Ob für den Muskelaufbau oder die Gesundheit im Allgemeinen, ist Vitamin C das vielleicht wichtigste Vitamin überhaupt. Vitamin C ist auch als Ascorbinsäure bekannt und fängt die freien Radikalen ab, darüber hinaus stärkt Vitamin das Immunsystem. Erfreulicherweise liegt ein großer Teil der Bevölkerung deutlich über der empfohlenen Menge von 100 mg pro Tag, besonders auffällig ist hierbei, dass praktisch kein Unterschied zwischen Frauen und Männern besteht. Unabhängig vom Geschlecht noch ein Tipp: Vitamin C sollte besser regelmäßig, und dafür in kleinen Mengen eingenommen werden, da der Körper nur eine bestimmte Menge auf einmal verarbeiten kann und den Rest über den Urin ausscheidet.

Alles in allem bestätigt die Erhebung, dass Deutschland grundsätzlich nicht unter einem Nährstoffmangel leidet. Nahrungsergänzungsmitteln helfen dabei, dass das auch so bleibt: Ob man sein Wohlbefinden mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln noch feinschleifen oder mit Whey Proteine den Trainingserfolg maximieren möchte, bietet die heutige Produktauswahl jedem Profil eine passende Lösung an. Diese sollte genutzt werden, denn eine Überdosierung ist nur schwer möglich. Trotz allem sind diese Informationen immer mit einem Arzt abzuklären, dieser kann besser darüber entscheiden was für einen sinnvoll ist.

Bilder:
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Sebastian

Sebastian ist seit mehr als 20 Jahren leidenschaftlicher Sportler. Er beschäftig sich im allgemeinen mit Training, Trainingslehre aber auch gesunder Ernährung und Supplementen. Unser Experte für Nahrungsergänzungen & Medizin

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